Motten – für die meisten Menschen entwickeln sich die kleinen Falter zu einem echten Problem, sobald sie erst einmal in das Haus oder die Wohnung gelangen konnten. Damit Sie in Zukunft wissen, wie Sie mit Motten in der Wohnung umzugehen haben, haben wir diesen Ratgeber erstellt.

Der Ratgeber unterscheidet dabei zwischen Lebensmittelmotten und Textilmotten (auch Kleidermotten genannt). Sie erhalten für beide Mottenarten nicht nur eine präzise Anleitung zum Bekämpfen der jeweiligen Motten, sondern wir zeigen Ihnen auch, welche Mottenmittel besonders zu empfehlen sind und wie Sie in Zukunft einem erneuten Mottenbefall vorbeugen können.  

 

 



— Mottenbekämpfung —

 

Zum ersten Mal auf Motten-Alarm.de? Herzlich willkommen!

Um die Orientierung zu erleichtern und dabei direkt das individuelle Problem anzugehen, empfiehlt es sich, entsprechend des vorliegenden Befalls mit den Artikeln zur Kleidermotte oder zur Lebensmittelmotte zu beginnen. Damit bieten sich nicht nur aufschlussreiche Informationen zum Thema, sondern es ergibt sich auch das Verständnis um die grundlegende Problematik.

Bei bereits vorhandenen Kenntnissen, sowohl über Motten als auch diese Seite, bietet es sich an, zur Behandlung des Problems direkt die Menüleiste zu nutzen. Anhand der dort aufgeführten möglichen Problemsituationen geht es direkt los mit passenden Maßnahmen im Kampf gegen die kleinen Schädlinge. Hier lassen sich auch praktische Anleitungen Schritt-für-Schritt zur effektiven Mottenbekämpfung nachlesen.

Wenn von Kleidermotten die Rede ist, handelt es sich zumeist um die Art Tineola bisselliella und sie ist bekannt dafür, zahlreiche Probleme zu verursachen. Wird also nicht zeitnah etwas gegen diese Schädlinge getan, kann der Aufwand zum Beheben der Schäden enorm sein.

Dabei sind nicht nur Kleidungstextilien aus natürlichen Fasern gefährdet vor ungewollten Mottenbissen, sondern auch Teppiche, Wandbehänge und Gardinen. Neben dem Schlafzimmer und dem Kleiderschrank kann also quasi das ganze Haus betroffen sein. Zudem fällt über die möglichen Kosten für Ersatz und Austausch auch eine Menge Arbeit an, um einen von Motten befallenen Haushalt von der Plage zu befreien.

Es liegt also sehr nahe, dass schon bei der ersten Sichtung einer Kleidermotte im Haus unbedingt Handlungsbedarf besteht. Nun gilt es schließlich, resolut und beherzt zu handeln, um größeres Unheil zu vermeiden.

Folgende Themen sind dabei von Interesse und sollen hier behandelt werden:

  • Wissenswerte Informationen zur Kleidermotte
  • Mottenbefall erkennen und die Art identifizieren
  • Ist Chemie zur Mottenbekämpfung zwingend notwendig?
  • Gibt es biologische Mittel zur nachhaltigen Mottenbekämpfung?
  • So lassen sich Motten und Schäden verhindern
  • Informationen zu Pheromonfallen

 

Mottenbekämpfung – Kleidermotten oder Lebensmittelmotten

Nachdem Sie nun bereits im oberen Teil unsere Schnellanleitungen gegen Kleidermotten und gegen Lebensmittelmotten lesen durften, möchten wir Sie hier nun mit allem Wissenswerten zu Motten versorgen. Sie lernen die Unterschiede zwischen Kleidermotten und Lebensmittelmotten kennen, wir stellen Ihnen die am häufigsten vorkommenden Motten in Deutschland vor und beschreiben Ihnen ganz genau, was Schlupfwespen sind und wie sie arbeiten. Schließlich möchte man ja wissen, welchen Nützling man sich zur Mottenbekämpfung ins Haus holt.

Motten muss man sofort bekämpfen

Ganz gleich, ob es sich um eine Kleidermotte, auch Textilmotte genannt, handelt, oder gar um eine Lebensmittelmotte – das Problem ist nicht neu. Weil es sich um Schädlinge handelt, ist die Begeisterung der Betroffenen auch entsprechend gering.

Dabei gibt es in der Tat hunderte unterschiedliche Arten von Motten, die in Mitteleuropa zuhause sind. Davon sind die meisten Mottenarten glücklicherweise für den Menschen unproblematisch und nur sehr wenige Arten finden einen Weg in die Wohnung.

Doch wenn die kleinen, schmetterlingsartigen Insekten sich erst einmal im Haus eingenistet haben, ist es häufig gar nicht so einfach, sie auch langfristig wieder loszuwerden.

Es kommt sogar recht häufig vor, dass manch ein Haushalt jedes Jahr zu Beginn der warmen Jahreszeit erneut mit Motten gestraft wird. Die Mottenlarven beschädigen dabei Wolle, Baumwolle, Teppiche und einiges mehr.

Aber nicht nur die berüchtigten Kleidermotten sind unangenehm, vor allem Lebensmittelmotten können gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, wenn die Mottenlarven mit ihrem Kot und den Mottengespinsten die Lebensmittel verunreinigen.

Das bedeutet: Motten im Haushalt sind ein echtes Problem, das nicht aufgeschoben werden sollte, um größeren Schaden zu vermeiden.

 

Zerstörerische Textilmotten

Machen sich Motten zwischen den Textilien bemerkbar, ist ebenfalls sofortiger Handlungsbedarf gegeben. Ansonsten muss damit gerechnet werden, dass Kleidung und Stoffe zerstört werden. Dabei machen Textilmotten nicht beim Kleiderschrank halt, sondern befallen ebenso Gardinen und Teppiche. Wer also bei der ersten Sichtung von Kleidermotten nicht sofort zu Gegenmaßnahmen greift, muss mit teilweise umfangreichen Schäden rechnen.

Textilmotten finden sich zumeist:

  • In Kleiderschränken, Kommoden und Schubladen mit Textilien
  • Im Schlafzimmer und Kinderzimmer
  • Auf Teppichen, Wandbehängen und Gardinen
  • Unter / hinter Sitzmöbeln und gepolsterten Gegenständen

 

Gefahren von Lebensmittelmotten

Nicht nur sind Lebensmittelmotten unangenehm und eklig, sich verunreinigen durch ihren Kot die menschlichen Vorräte und machen sie damit ungenießbar. Außerdem verbreiten sie Sporen und Bakterien, sodass ein Pilzbefall der betroffenen Lebensmittel zu befürchten ist. Somit ruinieren Lebensmittelmotten nicht nur wertvolle Nahrungsmittel, sie verbreiten damit auch ernsthafte Krankheiten und fördern Probleme mit Allergien. Tauchen Lebensmittelmotten also in der Küche oder in den Vorräten auf, muss sofort gehandelt werden.

Lebensmittelmotten finden sich zumeist:

  • In offenen Lebensmitteln
  • In den Schränken der Küche
  • in Vorratskammern
  • Überall dort, wo Nahrungsmittel oder Tiernahrung gelagert wird

 

Welche Lösung gibt es bei einem Mottenbefall?

Die große Frage lautet immer „Was hilft gegen Motten?“ und das gilt für alle Betroffene. Das Internet mag sich als Anlaufstelle anbieten, doch bisher sind aussagekräftige und umfangreich informative Seiten zu diesem Thema erstaunlich schwer zu finden. Falls das doch gelingt, ist die Enttäuschung meist groß, denn hier finden sich in der Regel erstaunlich sinnlose Vorschläge wie häufiges Staubsaugen.

Nicht nur sind die gelieferten Informationen ausgesprochen nutzlos, außerdem wird das Thema nur unzureichend umfangreich beschrieben. Vielmehr wird auf recht flache Weise versucht, ausgewählte Produkte zu verkaufen. Günstige und kostenlose Möglichkeiten zur Mottenbekämpfung bleiben dabei unbehandelt.

Das ist bedauerlich, denn tatsächlich bieten sich einige nützliche Tipps und Hausmittel an, um Motten auch ohne den Einsatz heftiger Chemikalien und teurer „Wundermittel“ unter Umständen loszuwerden. Einzig dauern diese Maßnahmen meist viele Monate und sind sehr aufwändig, weshalb Schlupfwespen gegen Motten immer noch das beste Mittel der Wahl ist.

Jede Menge Informationen über Motten

Bei uns soll es aus diesen Gründen um einen umfangreichen Informationsgehalt zum Thema Motten gehen. Vor allem soll die Frage behandelt werden, was am besten zu tun ist bei einem Mottenbefall. Dazu bieten sich zahlreiche praktische Möglichkeiten, um sowohl Kleidermotten als auch Textilmotten zu entfernen.

Folgende Themen werden dazu (nach und nach) auf dieser Seite behandelt:

  • Einen Mottenbefall zuverlässig feststellen
  • Der Unterschied zwischen Lebensmittelmotten und Kleidermotten
  • Wie man befallene Gegenstände ausfindig macht
  • Sinnvolle erste Maßnahmen bei Kleidermotten
  • Sinnvolle erste Maßnahmen bei Lebensmittelmotten
  • Bewährte Hausmittel gegen Kleidermotten
  • Schlupfwespen als Hilfe gegen Motten
  • Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Kleidermotten
  • Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Kleidermotten

Übrigens: Ausgewachsene Kleidermotten sind nicht verantwortlich für löchrige und zerfressene Textilien.

Nur die Larven der Kleidermotten vergreifen sind an der Kleidung des Menschen. Dabei sind sie auf der Suche nach dem in den Fasern befindlichen Protein Keratin und das findet sich vor allem in Textilien, in denen sich Haare, Hautschuppen und Schweißpartikel anhaften.

 

Schlupfwespen – natürliche Fressfeinde im Kampf gegen Motten

Motten als unwillkommene Schädlinge im Kleiderschrank und in Lebensmitteln sind vielen Menschen bereits bekannt. Doch nur wenige kennen auch Schlupfwespen. Und das ist schade, denn diese winzig kleinen Insekten sind die natürlichen Fressfeinde der Motten.

Tatsächlich handelt es sich bei den kleinen Nützlingen um Schlupfwespen der Gattung Trichogramma und sie eignen sich bestens, um Motten im Haushalt langfristig zu bekämpfen. Die Nutzung dieser kleinen Helfer ist dabei denkbar einfach und bleibt beinahe vollständig unbemerkt. Als gesundheitlich unbedenkliche biologische Waffe gegen schädliche Motten im Haus sind Schlupfwespen darum unbedingt empfehlenswert. Mit wenigen Hinweisen und Informationen können die kleinen, flugunfähigen Wespen Motten restlos besiegen.

Übrigens:

Ein Blick auf unsere Seite FAQ – Häufige Fragen empfiehlt sich, da hier aktuelle und immer wieder kehrende Fragen aufgeführt und zuverlässig beantwortet werden. Die eigene Frage ist noch nicht dabei? Nutzen Sie die Chance und richten Sie Ihr Problem an uns.

Wie man Lebensmittel- und Textilmotten vorbeugen kann

Ein effektiver Umgang mit dem Thema Motten im Haushalt kann nur dann vollständig und vollumfänglich sein, wenn auch Maßnahmen zur Vorbeugung behandelt werden. Darum ist es sinnvoll, Mottenschutz gegen Kleidermotten und Mottenschutz gegen Lebensmittelmotten zu kennen, damit erst gar keine Motten ins Haus kommen. Dabei soll auch der Blick auf klassische Mittel gegen Kleidermotten geworfen werden, um zu erfahren, ob und wie hilfreich diese Tipps tatsächlich sind.

Es hat sich nämlich gezeigt, dass insbesondere bei der Nutzung von Mottenfallen und ähnlichen Produkten zahlreiche Fehler auftreten können. Vor allem fällt häufig auf, dass ein völlig ungeeignetes Mittel ausgewählt wurde, das dementsprechend wirkungslos verbleibt.

Besonders häufig wird zum Beispiel die Mottenfalle eingesetzt, um die Motten zu bekämpfen.

Das kann natürlich nicht funktionieren, schließlich fängt die Mottenfälle nur ausgewachsene Männchen. Die Weibchen können sich lustig weiter befruchten lassen und ihre Eier legen. Darum ist das richtige Mittel (Schlupfwespen gegen Motten) so wichtig zur Bekämpfung der Mottenplage.

Darum soll an dieser Stelle dabei geholfen werden, einen Überblick zu bekommen über mögliche Gegenmittel und der empfohlenen Einsatzhinweise. In vielen Fällen ist es außerdem gar nicht notwendig, aufwendige künstliche Produkte anzuwenden, weil natürliche Alternativen sogar effektiver sein können. Bewährt hat sich eine passende Kombination aus Bekämpfung und Schutz, am besten ohne teure und womöglich bedenkliche chemische Mittel.

 

Wissenswerte Informationen zur Kleidermotte

Biologische Zuordnung der Art

Bei der Kleidermotte handelt es sich um einen Teil der Familie der echten Motten, sodass die kleinen Insekten zu den Schmetterlingen zählen. Sie besitzen in der Regel eine unscheinbare Erscheinung in gedeckten, blassen Farben, sodass sie in ihrem natürlichen Umfeld in der Natur gut getarnt sind. Als Nachtfalter Tineola bisselliella bevorzugen sie mäßige Temperaturen und Niederschläge, sodass sie nahezu überall auf dem Planeten zu finden sind.

Charakteristik und Aussehen

Kleidermotten dieser Art sind etwas sechs bis neun Millimeter groß und besitzen eine kaum auffallende Färbung in dunklem grau oder braun. Mit ausgebreiteten Flügeln können sie zwischen 10 und 15 Millimeter erreichen. Vor allem im eingefalteten Zustand, wenn die Tiere ruhen, sind die unscheinbaren Flügel zu erkennen. Sie besitzen kleine Wimpern, laufen spitz zu beim Einfalten auf dem Rücken und ist frei von abgesetzten Mustern. Im Vergleich zum Rumpf sind die Flügel hellgelb bis dunkelbraun und wirken glänzend. Übrigens besitzen Kleidermotten im Gegensatz zu anderen Mottenarten keine dunklen Punkte oder Ränder auf den Flügeln, was eine Identifizierung etwas leichter macht.

Lebensraum und Lebensweise

Der natürliche Lebensraum dieser Mottenart ist in der Nähe von Säugetieren und Vögeln. Hier suchen die Insekten vor allem Nester, Schlaf- und Ruheplätze auf, denn sie ernähren sich von den Haaren und Federn der Tiere.

Weil der Mensch dazu neigt, seinen Lebensraum möglichst nach seinen Ansprüchen zu gestalten, kommt das auch den Kleidermotten entgegen. Darum konnten die Schädlinge dem Menschen quasi überall hin folgen und sich vor allem dort einnisten, wo Textilien aufbewahrt werden. Menschliche Kleidung, Polstermöbel, Teppiche, Gardinen und Haushaltstextilien sind typische Orte, an denen sich Kleidermotten wohl fühlen.

Dabei suchen die Tiere vor allem die Wohnungen und Lager des Menschen auf, um sich zu ernähren und um dem Nachwuchs eine optimale Umgebung zu bieten. Ein einzelnes erwachsenes Mottenweibchen legt dazu zwischen 50 und 350 Eier ab. Die nur knapp 0,6 Millimeter kleinen Eier finden sich schließlich zwischen den Textilfasern an möglichst dunklen und Zugluftfreien Stellen.

Es dauert ungefähr zwei Wochen bis aus den Eiern die ersten Larven schlüpfen, die aussehen wie gelb-weiße Raupen. Knapp weitere 60 Tage dauert es, bis sich die Larven fett gefressen und erneut verpuppt haben, sodass flugfähige Kleidermotten schlüpfen. Rein rechnerisch bedeutet das im ungünstigsten Fall, dass unter passenden Bedingungen vier Generationen an Kleidermotten im Jahr möglich sind, womit sich schnell eine handfeste Plage ergeben kann.

Schadwirkung für den Menschen

Während die ausgewachsenen, fliegenden Kleidermotten unangenehm und lästig sind, bedeuten tatsächlich die Larven das eigentliche Problem bei einer Mottenplage. Tatsächlich sind sie verantwortlich für Schäden an Stoffen und Textilien, denn die erwachsenen Motten ernähren sich nicht mehr davon.

Im Detail fressen die Larven die Textilien, weil sie das enthaltene Protein Keratin zum Wachsen benötigen. Dieses ist in und auf den Fasern von Wolle, Fell und Pelz zu finden. Aber auch künstliche Stoffe und pflanzliche Gewebe besitzen Keratin und werden darum von den Larven gefressen (obwohl sie diese nicht ordentlich verdauen können). Übrigens rühren die Larven Papier und Holz nicht an, was Textilien in deren Umgebung attraktiver macht.

Die größten Schäden lassen sich in einem von Motten befallenen Zimmer an Produkten aus Wolle finden und an Stoffen, die wenig genutzt und kaum gelüftet werden. Vor allem jedoch bereits getragene Kleidung und benutzte Textilien sind beliebt bei den kleinen Schädlingen, weil sie dort Schweiß und Schmutz zum Fressen finden. Übrig bleiben schließlich zumeist Löcher, kahle Stellen und jede Menge Larvenkot, der nicht nur eklig ist, sondern sogar krank machen kann.

Kleidermotten erkennen

Mottenbefall erkennen und die Art identifizieren

Bevor die Panik groß wird und hektisch mit wahllosen Mitteln reagiert wird, sollte bei einem möglichen Mottenbefall Ruhe bewahrt werden. Um schließlich die beste Gegenmaßnahme zu wählen und diese zuverlässig umzusetzen, ist es zu empfehlen, den tatsächlichen Befall zu ermitteln und die Art der Plage zu identifizieren.

Kleidermotten, auch Textilmotten genannt, sind kleine, sechs bis neun Millimeter große, unauffällig gefärbte Falter mit leicht glänzenden Flügeln. Erwachsene und damit flugfähige Kleidermotten sind vor allem abends innerhalb der Wohnung zu beobachten. Um diese Zeit werden die Tiere aktiv und suchen nach neuen Futterquellen, die sie zur Fortpflanzung benötigen.

Besonders zuverlässig lassen sich Kleidermotten anhand ihrer Flugweise erkennen. Dieser wird als taumelnd und zappelnd beschrieben, sodass die Bewegungen sehr auffällig sind. Anders als die meisten nachtaktiven Falter werden künstliche Lichtquellen jedoch grundsätzlich gemieden.

Sollte also ein solches Insekt in der Wohnung auffallen, ist es ratsam, Kleidung, Teppiche und Gardinen auf Fraßspuren hin zu untersuchen. Betroffene Gegenstände weisen kleine Löcher auf oder kahle Stellen, an denen die Fasern aussehen, als seien sie abgefräst worden. Darüber hinaus sind feine, weiße Gespinste ein sicheres Zeichen für einen Mottenbefall. Vor allem Stoffe, die lange gelegen haben, weisen zwischen den Falten weiße Fäden auf und sogar kleine Kokons. Die Larven der Kleidermotte lassen sich besonders gut erkennen, denn sie sehen aus wie kleine, gelb-grüne Raupen mit einem braun abgesetzten Kopf.

Bei Unsicherheit kann es sich anbieten, an passender Stelle sogenannte Pheromonfallen zu platzieren. Somit lässt sich auf der einen Seite zuverlässig ermitteln, ob tatsächlich ein Befall vorliegt und auf der anderen Seite ergibt sich ein Überblick zum Umfang der Plage. Allerdings ist hierbei zu bedenken, dass ausschließlich männliche Kleidermotten auf den Fallen kleben bleiben.

Kleidermotten bekämpfen

Kleider- und Textilmotten effektiv bekämpfen

Es ist nicht ganz einfach, Kleidermotten vollständig aus dem Haus zu entfernen. Doch mit den richtigen Mitteln und einer sinnvollen Vorgehensweise ist diese Aufgabe zumindest gut zu bewältigen.

Nachfolgend soll darum das Thema der Mottenbekämpfung behandelt werden anhand nützlicher und hilfreicher Informationen:

– Effektive erste Maßnahmen gegen Kleidermotten
– Bewährte Hausmittel gegen Kleidermotten
– Chemische Mittel gegen Kleidermotten
– Biologische Mittel gegen Kleidermotten
– Pheromonfallen für Kleidermotten
– Vorbeugende Maßnahmen gegen Kleidermotten

 

Erstmaßnahmen gegen Kleidermotten- Die effektive erste Maßnahmen gegen Kleidermotten

Zumeist werden Kleidermotten im Haus in den Abendstunden zuerst entdeckt, weil die erwachsenen Tiere um diese Zeit aktiv werden. Vielfach wird ein möglicher Befall auch am Wochenende oder während der Feiertage entdeckt, weil sich die meisten Menschen zu diesen Zeiten häufiger daheim befinden als während der Werktage.

Ganz gleich jedoch, wann genau die ersten Motten auffallen, es empfiehlt sich unbedingt, ohne Zögern zu handeln, denn Vorsicht ist besser als Nachsicht. Außerdem ist es gerade zu Beginn der Plage etwas einfacher, diese zu bekämpfen, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, bei einer frühzeitigen Entdeckung noch vergleichsweise wenig Larven vorzufinden. Wenn die Population also noch recht gering ist, sind die Chancen auf eine erfolgreiche Bekämpfung umso besser.

Schritt 1: Befallsherde suchen

Hierbei ist es sinnvoll, der hinterlassenen Spur der Kleidermotten zu folgen, um die befallenen Herde ausfindig zu machen. Erwachsene Tiere deuten auf mögliche Larven und diese deuten auf Eier, Fraßspuren und hinterlassene Gespinste.

Wichtig ist bei der Suche, dass vor allem unscheinbare und schwer einsehbare Bereiche gründlich untersucht werden. Je ungestörter, dunkler und ruhiger ein Platz ist, umso beliebter ist er bei den Motten. Darum gilt die Suche nach Befallsherden nicht nur dem Kleiderschrank und der Kommode, sondern auch Polstermöbeln, Teppichen, Gardinen und ähnlichem. Hierbei ist es wichtig, vor allem Falten, Schlaufen, Spalten, Ritzen und dergleichen zu kontrollieren.

Oft kommt es vor, dass trotz intensiver Suche keine weiteren Spuren von Kleidermotten gefunden werden. Trotzdem ist das Bauchgefühl nicht unangemessen, wenn trotzdem der Eindruck bestehen bleibt, dass irgendwo in der Wohnung ein Nest mit Kleidermotten sein könnte. In diesem Zweifelsfall sind spezielle Pheromonfallen eine gute Gelegenheit, um die eigenen Vermutungen zu bestätigen oder zu widerlegen. Außerdem bieten Pheromonfallen die Chance, den tatsächlichen Befall einschätzen zu können und um zu kontrollieren, wie wirksam eine gewählte Gegenmaßnahme wirklich funktioniert.

Schritt 2: Eingrenzen der Befallsherde

Wenn klar ist, welche Bereiche einer Wohnung von Kleidermotten befallen sind, sollte dieser bestmöglich abgeschlossen werden. Dazu sind Fenster und Türen geschlossen zu halten, damit eine Ausbreitung auf andere Wohnbereiche vermieden wird. Auch geschlossene Fenster sind wichtig, damit nicht von draußen weitere Tiere eindringen können. Stoßlüften und die Nutzung ordentlicher Insektengitter vor dem Fenster sind geeignete Maßnahmen.

Als nächster Schritt ist es wichtig, betroffene Kleidung und Textilien, die nicht mehr zu retten ist, ordentlich zu entsorgen. Es empfiehlt sich, diese Stücke in gut verschließbare Beutel aus Kunststoff zu stecken, damit darin enthaltene Motten nicht entweichen können.

Schränke und andere Aufbewahrungsmöbel sollten nun sehr gründlich gereinigt und ordentlich getrocknet werden. Im Anschluss daran ist es sinnvoll, die Möbel mit abschreckenden Maßnahmen zu präparieren. Kleine Beutel mit Lavendel, Zedernholz und ausgesuchte ätherische Öle sind natürliche und effektive Mittel, um Kleidermotten fernzuhalten.

Des Weiteren ist als nächster Schritt Großwäsche angesagt und das heißt, dass nicht betroffene Textilien und Kleidungsstücke gründlich gewaschen werden müssen. Vor allem das Trocknen der Wäsche ist sehr wichtig, denn Larven und Eier, die in der Waschmaschine überlebt haben, werden spätestens bei der Hitze im Trockner oder unter UV-Licht in der Sonne zugrunde gehen.

Wenn der Einsatz von Hitze oder UV-Licht zum Trocknen nicht möglich ist, zum Beispiel bei Wolle oder unpassenden Bedingungen, kann die Wäsche auch ganz wie gewohnt getrocknet werden. Wenn möglich, kann im Anschluss als Alternative zu Hitze auch große Kälte genutzt werden. Wenn es draußen nicht kalt genug ist, sind Eisfach und Gefrierschrank eine gute Alternative. Dabei sollten die Textilien am besten in Beuteln aus Kunststoff luftdicht verschlossen werden. So können die Schädlinge nicht doch noch fliehen und im Anschluss ist sichtbar, wie erfolgreich die eigenen Mühen gewesen sind.

Bei anspruchsvollen und besonders hochwertigen Textilien und Kleidungsstücken, die weder Hitze noch Kälte ertragen können, ist Geduld gefragt. Diese Kleidung wird bestmöglich gereinigt und anschließen ebenfalls luftdicht verpackt und verschlossen. Hin und wieder sind die Beutel auf mögliche Motten zu kontrollieren, bis schließlich Entwarnung gegeben werden kann.

Schritt 3: Putzen und Reinigen

Ein großer Aufwand ist vorüber, wenn bei einem Befall von Kleidermotten die ganze Garderobe und alle Textilien sortiert, gewaschen und schließlich getrocknet sind, aber diesmal ohne Motten. Doch damit ist leider noch nicht Schluss im Kampf gegen die kleinen Schädlinge. Denn nicht nur in der Kleidung, sondern auch in Wohntextilien und Möbeln können sich Kleidermotten verstecken. Vor allem die Teppiche sind hervorragende Verstecke und sollten darum fortan jeden Tag gründlich abgesaugt werden. Dabei sind vor allem Ecken und dunkle Stellen nicht zu vergessen, sodass bei Bedarf die Möbel verrückt werden sollten, um tatsächlich alles zu erreichen.

Außerdem ist dabei der Staubsaugerbeutel häufiger zu entsorgen, am besten auch in einer luftdicht zu verschließenden Tüte aus Kunststoff. Spätestens jetzt sollten auch Kleiderschränke und andere Möbel zur Aufbewahrung vollständig ausgeräumt und sehr ordentlich gereinigt werden. Um einer erneuten Plage keinen Raum zum Leben zu bieten, ist dieser Aufwand wöchentlich zu wiederholen.

Dabei ist es wichtig, anhaltende Feuchtigkeit zu vermeiden, denn Kleidermotten bevorzugen ein leicht feucht-warmes Klima und Dunkelheit. Dazu bietet es sich an, nach dem feuchten Wischen mit einem Haarföhn alle Fugen, Spalten und Ritzen zuverlässig zu trocknen.

Hausmittel gegen Kleidermotten – Die bewährte Hausmittel gegen Kleidermotten

Moderne Mittel gegen Motten versprechen schnelle und einfache Lösungen gegen das Ungeziefer, doch zumeist auf der Basis chemischer Zusätze. Dabei bieten sich auch klassische Hausmittel an, die sich im Kampf gegen die Parasiten durchaus bewährt haben.

Hitze und Kälte helfen gegen Kleidermotten

Tatsächlich sind sehr hohe und sehr niedrige Temperaturen eine natürliche, aber durchaus effektive Maßnahme gegen Kleidermotten. Vor allem die schädigenden Eier trocknen unter diesen extremen Bedingungen aus und in der Folge fehlt die Grundlage für die nächste Generation.

Hitze gegen Kleidermotten

Große Hitze hat sich bewährt, um Kleidermotten zuverlässig und vollständig loszuwerden. Dazu empfiehlt es sich vor allem, die frisch gewaschene Wäsche im Freien bei Wärme und Sonnenlicht zu trocknen, wobei das Wenden nicht zu vergessen ist.

Doch schon beim Waschen ist es sinnvoll, eine Waschgang mit hoher Temperatur zu wählen. Ebenfalls praktisch ist ein Wäschetrockner, denn was die Waschmaschine überlebt hat, bekommt im Trockner den letzten Todesstoß.

Nur bedingt empfiehlt sich zum Beispiel bei schlechtem Wetter oder fehlendem Zubehör das Trocknen im Backofen. Hierbei ist größte Aufmerksamkeit wichtig, damit die Textilien keinen Schaden nehmen und die Brandgefahr vermindert wird. Der Backofen ist in diesem Fall auf maximal 50 Grad Celsius zu stellen. Grundsätzlich ist dieses Vorgehen nur für den Notfall zu erwägen, wenn keine Alternative besteht.

Fraglich ist der Trick, befallen Stellen auf Kleidung und Textilien mit einem Haarföhn zu behandeln. Dabei ist nicht nur vorausgesetzt, dass tatsächlich alle betroffenen Stellen bekannt sind. Vielmehr ist zu bezweifeln, dass ein Föhn tatsächlich heiß genug wird, um effektiv gegen Larven und Eier der Kleidermotte zu wirken.

Kälte gegen Kleidermotten

Wenngleich Kälte nicht gar so effektiv ist im Kampf gegen Kleidermotten, ist sie doch zumeist der chemischen Alternative erst einmal vorzuziehen. Außerdem zeigt sich Kälte bei entsprechender Geduld und Sorgfalt als guter Weg, um vor allem empfindliche Textilien sanft zu behandeln.

Dazu müssen die betroffenen Stücke in dicht schließenden Tüten oder Beuteln verpackt werden. Benötigt werden nun anhaltend tiefe Temperaturen, am besten unter Null Grad Celsius. Entweder kommen die Beutel dazu für einige Tage nach draußen in die Kälte, oder sie werden mindestens für eine Woche im Eisfach eingefroren.

Weitere bewährte Hausmittel gegen Kleidermotten

Über diese drastischen Maßnahmen hinaus haben sich noch andere Tipps bewährt im Kampf gegen Kleidermotten und zur passenden Vorbeugung.

Zuverlässige Hygiene

Sauberkeit und eine ordentliche Aufbewahrung von Kleidung und Textilien ist eine gute Grundlage, um Kleidermotten keinen passenden Lebensraum zu bieten. Das bedeutet, dass getragene Kleidung nicht zurück in den Schrank gehört. Außerdem sollten Schränke, Kommoden, Schubladen und dergleichen regelmäßig, aber mindestens wöchentlich gründlich gesaugt, geputzt und getrocknet werden. Besonders Acht zu geben ist auf dunkle Ecken, kleine Nischen, enge Spalten und ähnliche Orte, denn hier fühlen sich Kleidermotten ungestört und breiten sich aus.

Kontrollieren und Lüften

Insbesondere selten genutzte Textilien sollten regelmäßig gelüftet und auf Eier und Gespinste kontrolliert werden. Vor allem das Ausschütteln und Durchlüften ist effektiv, weil sich Kleidermotten gern in ruhigen, ungestörten Falten und Fasern verstecken, die selten Licht und frische Luft bekommen.

Geheimtipp Tageszeitung

Manch ein Betroffener schwört auf diesen Trick, während an anderer Stelle große Skepsis herrscht. Tatsächlich halten sich Kleidermotten fern von Zellstoff und Papier auf der Basis von Holz. Darum kann es sich anbieten, unter den Teppich und die Teppichfliesen Zeitungspapier zu legen. Vielleicht behagt den Motten die chemische Verbindung nicht, vielleicht ist das Mikroklima zu trocken, jedenfalls wird berichtet, dass dieser Trick einfach und zuverlässig funktioniert. Allerdings sollte die Zeitung regelmäßig aus Nässe kontrolliert und ausgetauscht werden, um Nässe und Schimmel zu verhindern.

 

Chemische Mittel gegen Kleidermotten – Ist das sinnvoll?

Mittel und Produkte gegen Kleidermotten auf chemischer Basis versprechen eine einfach, günstige und effektive Lösung gegen die lästigen Parasiten. Allerdings zählen diese Mittel zu den sogenannten Biozidprodukten und das bedeutet, dass sie auch für den Menschen potenziell schädlich und gefährlich sein können. Tatsächlich gilt grundsätzlich bei der Nutzung chemischer Produkte gegen Insektenbefall, dass mit gesundheitlichen Problemen und sogar langfristigen Schäden gerechnet werden kann. Hinzu kommt, dass außerdem gern Nervengifte eingesetzt werden in Bekämpfungsmitteln.

Diese Reaktionen auf chemische Produkte zur Insektenbekämpfung sind bekannt:

– Vermehrter Hang zu Hautausschlägen, vor allem bei allergisch reagierenden Personen
– Luftnot und Atemprobleme bei Asthmatikern
– Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit vor allem bei Kindern, älteren Menschen, Schwangeren und vorbelasteten Personen
– Vergiftungen und Nervenschäden bei Haus- und Nutztiere

Hinzu kommt, dass es für den Organismus schwer und langwierig ist, chemische Belastungen wieder abzubauen. Außerdem verteilen sich die Bestandteile unkontrolliert auch auf die Raumluft und wirken so auf unbestimmte Zeit.

Überdies sind gerade Kinder und Tiere laufend in Gefahr, auch noch lange nach dem Einsatz chemischer Insektenmittel mit den Resten davon in Berührung zu kommen. Zum Glück unterliegen diese Mittel gesetzlichen Bestimmungen und dürfen nicht mehr pauschal als ungiftig und unschädlich deklariert werden.

Zusammenfassung – Chemische Alternative?

Es empfiehlt sich, bei einem Befall mit Kleidermotten nach Möglichkeit eine unbedenklich und nachhaltige Auswahl zu treffen bei den Mitteln zur Bekämpfung. Außerdem sollte chemische Präparate sehr vorsichtig und umsichtig eingesetzt werden, um ungewollte Auswirkungen zu vermeiden. Der Umwelt, aber vor allem der eigenen Gesundheit zuliebe und zugunsten des Wohls anderer Menschen sollten stattdessen lieber Produkte auf biologischer Basis und bewährte Hausmitteln gewählt werden. Bleibt dem chemischen Insektenmittel keine sinnvolle Alternative mehr, ist es wichtig, sich zuverlässig über dessen richtige Nutzung und den damit verbundenen möglichen Risiken vertraut zu machen vor dem ersten Einsatz.